In Memoriam
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In Memoriam:
Karl Moßandl


Am 03. März 2003 verstarb im Alter von 85 Jahren unser Seniorchef Karl Moßandl.

Er war ein edler Mensch und der Motor für uns alle. Wir sind alle sehr stolz und dankbar für die vielen wunderschönen Jahre, die wir mit ihm verbringen durften.
Wir hatten das Glück, von ihm zu lernen. Er hat unser Unternehmen aufgebaut und geprägt, Werte und Tugenden vorgegeben. Er bleibt uns Vorbild, sein Vermächtnis Ansporn und Verpflichtung.
Wir setzen seinen Weg fort.

Karl Moßandl wurde am 04. August 1917 in Wittenfeld, Kreis Eichstätt als 2. Kind der Eheleute Katharina und Andreas Moßandl geboren. Nach dem Besuch der Volksschule in Adelschlag machte er eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker, verbunden mit der Weiterbildung durch das Rustinische Lehrinstitut zur Erreichung der mittleren Reife. 1936 wurde er zur Luftwaffe einberufen, wo er zwischendurch das Fachschulstudium zum Maschinenbauingenieur absolvierte. Im Krieg war er Pilot auf einer Junkers JU 88 mit Flügen nach England und ab Athen bzw. Kreta nach Nordafrika. Anfang 1943 übernahm er eine Feldwerft im Lehrgeschwader I für Flugzeuginstandsetzungen im Fronteinsatz in Griechenland. Vom Kriegsende bis Oktober 1945 befand er sich in englischer Gefangenschaft.

Am 15. November 1945 kam Karl Moßandl nach Dingolfing und erhielt eine Anstellung als Betriebsleiter der damaligen Schrott- und Rohproduktenhandlung Ludwig Reigl in der Bräuhausgasse. In den Folgejahren war er maßgeblich am Ausbau der Firma zum Schrott- und Metallgroßhandel mit Zweigbetrieben in München, Landshut und Landsberg am Lech beteiligt. Gemeinsam mit seinem Chef Ludwig Reigl gliederte er ein Transport- und Abbruchunternehmen an.

Am 23. Juli 1949 heiratete er Elisabeth Steininger. 1950 kam das einzige Kind der Eheleute, Siegfried, auf die Welt.

1952 wurden die ersten Grundstücke zum Kiesabbau in der Rosenau erworben und 1953 die ersten Kiesbaggerungen durchgeführt.
Am 01. August 1961 gründete Karl Moßandl nach dem Ausscheiden des Juniorchefs Ludwig Reigl, der mit den Zweigstellen des Schrott- und Metallgroßhandel in München, Landshut und Landsberg am Lech in wirtschaftliche Schwierigkeiten geriet, eine Auffanggesellschaft zur Übernahme der Geschäftsbereiche im Landkreis Dingolfing - der Grundstein für die heutige Karl Mossandl GmbH & Co.
Das Kieswerk wurde 1966 auf die heutige Größe erweitert. Im Jahr 1969 begann die Produktion von Transportbeton in dem neu errichteten Werk in der Schwaiger Straße. Nach dem Bezug des neuen Bürogebäudes und der Inbetriebnahme einer Reparaturwerkstätte auf vorgenanntem Betriebsgelände wurde dies ab 1977 der Firmensitz.
Weitere Firmenzweige und Gewerbeobjekte sind in den Folgejahren angegliedert worden, so 1992 das neue Transportbeton- und Fertigteilwerk in Mamming/Rosenau.
1997, kurz nach seinem 80. Geburtstag, wurde Karl Moßandl für seine Verdienste das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Gesundheitliche Probleme und der Tod seiner Ehefrau Elisabeth im Dezember 2000 machten ihm schwer zu schaffen. Er wurde gezwungen, kürzer zu treten. Von seiner Tumorerkrankung im Sommer 2002 hat er sich nicht mehr erholt. Er ist am Montag, den 03. März 2003 im Kreiskrankenhaus Dingolfing, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten, verstorben.

Seinen Mitarbeitern war Karl Moßandl immer ein guter Chef. Er half bei finanziellen und familiären Problemen und hatte immer ein offenes Ohr für die Belange seiner Belegschaft. Seit der Firmenübernahme 1961 hat er weit über 100 Jugendliche ausgebildet.

Außerdem war er in vielen Wirtschaftsverbänden und -vereinen tätig: beim LBT Landesverband Bayerischer Transportunternehmer als Delegierter und Vertrauensmann, beim Überwachungsverein Sand, Kies, Splitt Bayern e.V. als Gründungsmitglied und 2. Vorsitzender, beim Bayerischen Industrieverband Steine und Erden e.V., Fachabteilung Sand-Kies als Vorstandsmitglied, im Industrie- und Handelsgremium Dingolfing-Landau und im Schrott- und Großhandelsverband.

Er war Mitglied und oft Ehrenmitglied in zahlreichen örtlichen Vereinen, u.a. im Lions-Club, beim MSC, bei der Verkehrswacht, im Rennverein, im Edelweiß-Schützenverein, im FC Dingolfing, bei den Pferdefreunden und im Bauhandwerkerverein, wobei er im Lions-Club Dingolfing-Landau bis zuletzt aktiv am Clubleben teilnahm.
Sein großes soziales Engagement und seine Spendenfreudigkeit drückte sich auch dadurch aus, dass er frühzeitig statt Kundengeschenken zu Weihnachten größere Beträge notleidenden oder bedrängten Menschen zukommen ließ.

Karl Moßandl hinterlässt seinen Sohn, seine Schwiegertochter und seine beiden Enkelkinder. Seine größte Freude war, zu sehen, dass die Familie sein Lebenswerk fortführen wird und bereits die dritte Generation in seiner Firma arbeitet.

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